Age-Stiftung Wohnen und Älterwerden
 

Newsletter November 2016

Unser Newsletter erscheint viermal jährlich. Lassen Sie sich inspirieren!

 
Publikationen

Age-Impuls 2016 – Alterswohnungen bilden neues Dorfzentrum

Gäbe es ein Angebot mit neuen altersgerechten Wohnungen, würden dann ältere Menschen diese nachfragen und ihre Wohnsituation verändern? Diese Frage stellt sich in vielen ländlichen Gemeinden. Das Beispiel der Überbauung Husmatt in Steinen (SZ) zeigt, wie attraktive Alterswohnungen auch in grösserer Zahl vermietet werden können und wie es möglich war, diese mitten im Dorf zu bauen. Mit durchdachter Infrastruktur und aktiver Vernetzung der Bewohnerschaft unterstützt die Trägerschaft die älteren Bewohnerinnen und Bewohner dabei, ihren individuellen Freiraum möglichst lange zu behalten. Die Broschüre Age-Impuls 2016 (12 Seiten) dokumentiert das Projekt ein Jahr nach der Inbetriebnahme und macht unter anderem deutlich, dass die Mieter von Geschäftsräumen zu einem frühen Zeitpunkt eingebunden werden müssen.
 
Förderprojekt

Entscheidungsprozesse kommunaler Altersstellen – Studie und Tool

Wie funktionieren die Beratungs- und Entscheidungsprozesse der kommunalen Anlaufstellen für alte Menschen? Dialog Ethik, das Interdisziplinäre Institut für Ethik im Gesundheitswesen, ist dieser Frage in einer qualitativen Studie nachgegangen. Die Resultate waren die Grundlage zur Entwicklung eines Beratungstools für die praktische Tätigkeit von kommunalen Altersstellen. Es unterstützt die Suche nach Handlungsoptionen und eine vereinfachte Entscheidungsfindung gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten.
 
Förderprojekt

Grünräume für die zweite Lebenshälfte – Best Practice und Leitfaden

Wie tragen Wohnaussenräume und Gärten zu einem gesunden und selbstbestimmten Leben im Alter bei? Dieser Frage geht die Studie des Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen der ZHAW nach: Sieben Best-Practice-Beispiele, bei denen der Garten für das Zusammenleben der Menschen eine Rolle spielt, wurden dokumentiert, analysiert und auf einer praxisnahen Webseite gesammelt. Viele Resultate wurden im Themenheft «Gemeinsames Gärtnern im Alter» der Zeitschrift «Hochparterre» präsentiert. Zudem wurde die «Gartenbox» entwickelt, ein Leitfaden für altersgerechte Gärten und Grünräume mit Handlungsanleitungen und Entscheidungshilfen. Die Gartenbox, das Themenheft und weitere Projekt- und Arbeitsmaterialien finden Sie zum Download auf der Webseite.
 
Förderprojekt

Mehrgenerationensiedlung mit Gemeinde-Treffpunkt

Die Siedlung Widenbüel der Genossenschaft Gewo Züri Ost umfasst 34 Alters- und Familienwohnungen sowie einen hindernisfrei gestalteten Mehrzweckraum, welcher der ganzen Gemeinde zur Verfügung steht. Der «Widebüel-Träff» dient in erster Linie der älteren Bevölkerung für Aktivitäten und gehört zu den konzeptionellen Auflagen der Gemeinde Mönchaltdorf, die mit dem Kauf der Baulandparzelle verbunden waren. Der Projektschlussbericht (2016, 27 Seiten) resümiert die Siedlungsplanung und -erstellung sowie die ersten beiden Betriebsjahre (2014 bis 2016). Zudem enthält der Bericht Hinweise zu Chancen und Risiken in der Zusammenarbeit zwischen einer Genossenschaft und einer Gemeinde.
 
Förderprojekt

Wohnen 3+ im Heuried – Service-Konzept mit Assistenzangebot

Ein Alltagscoach in der Siedlung, der Beratung anbietet und externe Dienstleister koordiniert. Das ist das zentrale Element des Wohnkonzepts 3+. Den Bewohnerinnen und Bewohnern werden dabei bauliche und technische Hilfsmittel sowie Dienstleistungen zur Verfügung gestellt, wofür man mit Drittanbietern zusammenarbeitet. Dem «Concierge» obliegen zudem weitere Aufgaben wie Kontaktpflege, Information, kleinere Handreichungen und Qualitätskontrolle. Das Konzept wurde 2015 für sechs Monate in der Zürcher Überbauung Heuried getestet. Der Schlussbericht dokumentiert den Pilotbetrieb und enthält nützliche Schlussfolgerungen und Richtwerte für Wohnmodelle, die ein Siedlungsassistenz-Angebot vorsehen.
 
Förderprojekt

Circadiane Beleuchtung – Beleuchtungssysteme im Vergleich

Licht ist ein wichtiger Zeitgeber für Körper und Psyche. Dieser nichtvisuellen Wirksamkeit des Lichts sollte die Lichtplanung Rechnung tragen. Deshalb wurden fünf Beleuchtungslösungen mit einer nichtvisuellen Wirkung in einer vergleichenden Studie des Instituts Energie am Bau (FHNW) unter realistischen Einsatzbedingungen getestet. Im Fokus standen dabei die lichttechnischen Eigenschaften und nicht die medizinischen Wirkungen. Der Schlussbericht von Dr. Ing. Caroline Hoffmann erläutert die Erkenntnisse aus Planung, Betrieb und Evaluation der verschiedenen Beleuchtungslösungen aus technisch-praktischer Perspektive.
 
Förderprojekt

Begleitende Dokumentation Siedlungsprojekt Neuhushof

Im Luzerner Stadtkreis Littau im Neuhushof-Areal vermietet die Wohnbaugenossenschaft WGL Littau in zwei Häusern 26 Wohnungen mit Serviceleistungen, die vor allem auf Bedürfnisse älterer Bewohnerinnen und Bewohner ausgerichtet sind. 30 Prozent der überbauten Geschossfläche müssen für betreutes Wohnen beziehungsweise Wohnen mit Dienstleistungen genutzt werden. Diese Auflage der Stadt Luzern war Voraussetzung für den Landverkauf an die Genossenschaft. Im Rahmen eines zweijährigen Evaluationsprojekts wird die Startphase des Siedlungsbetriebs durch eine Videojournalistin multimedial begleitet. Interessierte können so die Entwicklung des Siedlungsprojekts online mitverfolgen.
 
Engagement

Besseres Design hilft beim Älterwerden

Weil die Gesellschaft älter wird, gibt es immer mehr Personen, die auf altersgerechte Produkte und Dienstleistungen angewiesen sind. Um dies in den Fokus von Gestaltern und Produzenten zu bringen, widmet der Verein Design Preis Schweiz diesem Thema im kommenden Jahr einen Spezialpreis, den «Swiss Leadership Award». Ausgezeichnet werden Produkte oder Dienstleistungen, die auch für ältere Menschen praktisch und attraktiv sind. Die Age-Stiftung ist als Partnerin bei diesem Vorhaben dabei. Der Wettbewerb basiert auf Nominationen: Falls Sie gute Beispiele haben, teilen Sie uns diese bis Ende Januar 2017 mit!
 
Externe Aktualität

Referat – Häusliche Gewalt im Alter vermeiden

Die Betreuung von Angehörigen zu Hause ist mit grossen Belastungen verbunden. Dabei entstehen schwierige Situationen, die zu Gewalt gegen die Pflegebedürftigen wie auch gegen die Pflegenden führen können. Welches sind die Gründe für die Misshandlung alter Menschen im Kontext der häuslichen Betreuung, und wie kann Prävention Betreute und Betreuende unterstützen und entlasten? Darüber referieren Trudi Beck und Barbara Baumeister am 6. Dezember (18:00 bis 20:00) in der Pro Senectute Bibliothek in Zürich. Die Referentinnen verfassten die Studie «Schutz in der häuslichen Betreuung alter Menschen» (ZHAW, Departement Soziale Arbeit) wie auch das gleichnamige Praxishandbuch.
 
Externe Aktualität

CURAVIVA Fachkongress Alter 2017

Der siebte Fachkongress Alter von CURAVIVA Schweiz findet vom 19. bis 20. September 2017 in Montreux statt. Er bietet eine breite Themenpalette mit folgenden Schwerpunkten: «Digital begleiten und begleitet werden», «Die Zukunft pflegen», «Geld und Geist – wer finanziert und wer pflegt?» sowie «Sinnsuche und Sinnverlust?». Der Fachkongress Alter 2017 wird zusammen mit der IAHSA, der International Association of Homes and Services for the Ageing durchgeführt und macht Einblicke in die Praktiken anderer Länder möglich. Alle Referate der Plenums- und Wahlveranstaltungen werden wie üblich simultan übersetzt.