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Age-Stiftung

Newsletter September 2017

Unser Newsletter erscheint vier Mal im Jahr. Lassen Sie sich inspirieren!

Programm Socius

Morgenveranstaltung «Integrierte Versorgung» auf Schwyzer Art

Um die Pflege und Betreuung im Kanton Schwyz stärker zu koordinieren, gründeten Leistungserbringer aus dem Gesundheits- und Sozialbereich 2016 den Verein Socius Schwyz, und seit Frühling 2017 ist eine Fach- und Koordinationsstelle in Betrieb. Inzwischen zählt der Verein bereits 36 Mitglieder. Wie ist es zwischen Arth und Wangen gelungen, so viele Akteurinnen und Akteure an einen Tisch zu bringen? Welche Steine liegen der Zusammenarbeit im Weg? Wie geht die Fachstelle konkret vor? Was ist der Nutzen für die ältere Bevölkerung? Und wie füllt man in Schwyz das Konzept der «integrierten Versorgung» mit Inhalten? Die Verantwortlichen nehmen mit dem Projekt am Programm Socius der Age-Stiftung teil. Anlässlich des vierten «Socius Frühstück» geben sie Einblick in ihre Arbeit.

Termin: Donnerstag, 28. September, 8 - 10 Uhr, Restaurant Au Premier im Hauptbahnhof Zürich.

Förderprojekt

Wohnmodell für ältere Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

Die Lebenserwartung ist auch bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung gestiegen, und damit auch das Bedürfnis nach aktiver Lebensgestaltung im Alter. Das Wohnmodell der Stiftung Züriwerk trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Auf dem Hunziker-Areal in Zürich-Nord, wo die Baugenossenschaft «mehr als wohnen» Wohnraum für 1'200 Personen und etwa 150 Arbeitsplätze geschaffen hat, bietet die Stiftung älteren Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung Wohnraum in einer Cluster-WG an. Dazu gehören auch individuell zusammengestellte Aktivitäten für die Tagesgestaltung. Die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) hat untersucht, welche Auswirkungen das neue Wohnmodell auf die Lebensqualität und die Teilhabemöglichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner hat. Der Kurzbericht zur Evaluation vom August 2017 steht zum Download zur Verfügung.

Förderprojekt

Zeitgutschriften als Altersvorsorge – Evaluation KISS

Das Zeitvorsorgemodell KISS soll Personen jeden Alters ermutigen, fragilere Menschen in ihrer Eigenständigkeit zu unterstützen. Viele Unterstützungsarbeiten können nämlich von Laien geleistet, aber nicht monetär abgegolten werden. Mit dem Modell der Zeitvorsorge schafft der Verein KISS hier Abhilfe: Wer sich engagiert, bekommt seine eingesetzten Stunden gutgeschrieben und kann diese bei Bedarf wieder beziehen. Die Art der Leistung ist dabei nicht massgebend. Das Zeitvorsorgemodell soll sich als weitere Möglichkeit der Altersvorsorge etablieren – so die Vision – und richtet sich an Personen jeden Alters, insbesondere an Personen ab 60. Das Pilotprojekt wurde 2016 abgeschlossen und durch die ETH Zürich evaluiert. Der Schlussbericht beschreibt die Entwicklung von KISS und gibt einen Einblick in die Motive, Einstellungen und Bewertungen der verschiedenen Akteurinnen und Akteure. Zudem werden die Motive von Freiwilligen mit und ohne Zeitvorsorge verglichen.

Förderprojekt

Quartierwohnzimmer Wetzikon – Begleitstudie zum Pilotprojekt

Ein Quartierwohnzimmer als neues Gemeinschaftsraumkonzept in Verbindung mit professionellen und nachbarschaftlichen Dienstleistungen: Dieses neue Modell hat die Genossenschaft Alterssiedlung Wetzikon im Rahmen eines Erweiterungsbaus entwickelt, umgesetzt und getestet. Dies gemeinsam mit der Anlaufstelle 60+ und der Spitex der Stadt Wetzikon sowie einer externen Mandatsträgerin. Im Zentrum standen zwei Angebote: Erstens eine Siedlungsassistenz vor Ort, die persönliche Dienstleistungen im Bereich Altersfragen anbietet. Zweitens ein multifunktionaler Raum, der als «Quartierwohnzimmer» der Siedlung und der Nachbarschaft zur Verfügung steht. Angestrebt wurde eine intensive Raumnutzung, der Aufbau eines nachbarschaftlichen Supportsystems und – zusammen mit anderen lokalen Akteurinnen und Akteuren – die Etablierung von tragfähigen nachbarschaftlichen Strukturen. Das Pilotprojekt wurde von 2015 bis 2017 durchgeführt und evaluiert. Nun steht die Begleitstudie zum Download bereit. Sie dokumentiert Projektverlauf und analysiert dessen Resultate.

Förderprojekt

Dachgarten für urbanes Alterszentrum – Gestaltung und Nutzung

Der neue Dachgarten des Alterswohnheims Enge dient als Treffpunkt und Rückzugsort sowohl für die Bewohnerschaft und ihre Angehörigen als auch für das Personal. Er bietet zudem neuen Raum für begleitete und therapeutische Aktivitäten. Im Laufe eines Jahres hat sich der Dachgarten zu einem wichtigen Ort im Alltag des Alterswohnheims entwickelt. Der Erfahrungsbericht beschreibt das bauliche und das betriebliche Gartenkonzept inklusive Ressourcenaufwand und vergleicht diese mit dem Kriterienkatalog aus dem Buch «Garten und Demenz» von Martina Föhn und Christina Dietrich (2013), der auf den Resultaten des Projekts «Aussenraumgestaltung und Gartentherapie für Demenzkranke» aufbaut. Auf Anmeldung können Interessierte den Dachgarten besichtigen.

Förderprojekt

Aufbau und Betrieb einer Alterstagesstätte

Die Alterstagesstätte «Zum Lebenslauf» in Gelterkinden bietet seit 2015 eine professionelle Tagesbetreuung für betagte, leicht bis mittel betreuungs- und pflegebedürftige Menschen. Ihr Fokus liegt auf der psychogeriatrischen Betreuung und Aktivierung. Der Tagesbetrieb wird durch drei Fachpersonen gewährleistet, die sich 130 Stellenprozente teilen. Im Erfahrungsbericht blicken die Verantwortlichen auf den Aufbau und das erste Betriebsjahr der Tagesstätte zurück und schätzen deren wirtschaftliche Entwicklung ein.

Engagement

Gutes Design hilft

Wenn die eigenen Kräfte abnehmen, sind hindernisfreie und gut gestaltete Umgebungen und Produkte ebenso wichtig wie hilfreich. Deshalb ist die Age-Stiftung Partnerin beim Design Preis Schweiz. Für die Edition 2017/18 liegt der Fokus auf «Aging Society». Das Siegerprojekt wird am 3. November von der Jury präsentiert. Bereits bekannt sind die nominierten Projekte, darunter drei, die von der Age-Stiftung gefördert wurden: Das Mehrgenerationenhaus Giesserei, das Forschungsprojekt Grünräume sowie die Hotelspitex Claire & George . Ebenfalls nominiert sind das Berner Generationenhaus, der neue SBB-Zug Giruno sowie das Forschungsprojekt Solidarity Network.

Geschäftsstelle

Förderanträge: Eingabetermine 2018

Für Förderanträge gibt es 2018 zwei Eingabetermine: Anträge müssen bis 14. Februar oder bis 18. Juli 2018 auf der Geschäftsstelle eintreffen. Die Eingabe eines Gesuchs erfolgt mit dem Antragsformular für Förderbeiträge. Vor einer Antragsstellung empfehlen wir, die Grundsätze zum Fördern zu lesen und mit der Bereichsleiterin für Förderprojekte ein telefonisches Vorgespräch zu führen: Karin Weiss, 044 455 70 64.

Externe Aktualitäten

Herausforderung Alter – Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben

Die demografische Alterung verlangt nach neuen Modellen und Lösungen fürs Wohnen im Alter sowie für Betreuung und Pflege. In seinem neu erschienenen Buch «Herausforderung Alter» zeigt der Gerontologe Markus Leser auf, dass viele Projektideen, die aktuell entwickelt werden, bereits vor Jahrzehnten vorgeschlagen und auch umgesetzt worden sind. Dabei stellt er fest, dass viele Widerstände bei der Umsetzung aus einem verzerrten Altersbild resultieren und allzu oft die Klärung der Finanzierung verlangt wird, noch bevor die Frage nach dem angestrebten Ziel beantwortet ist. Der Autor fragt deshalb: «Welches Angebot wollen wir?». Er richtet den Blick in die Zukunft und entwirft eine Vision für ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

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