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Age-Stiftung

Newsletter Juni 2018

Unser Newsletter erscheint vier Mal im Jahr. Lassen Sie sich inspirieren!

Förderprojekte

Alles aus einer Hand – ambulante Zusatzleistungen der Spitex Mittelthurgau

«Betreuung plus» sind zusätzliche individuelle Betreuungsleistungen, welche die Spitex Mittelthurgau im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts angeboten hat. Die Art der Leistung bestimmt und bezahlt der Kunde bzw. die Kundin selbst. Damit ergänzt die Spitex-Organisation ihr Leistungsspektrum nach dem Motto «alles aus einer Hand». Im Sommer 2017 wurde die Pilotphase abgeschlossen. Rückblickend konnten stationäre Einweisungen verhindert oder verzögert werden. Jedoch konnten die neuen Dienstleistungen noch nicht kostendeckend angeboten werden. Erfahrungen wurden im Umgang mit den Schnittstellen zwischen Pflege, Haushalt und sozialer Betreuung gesammelt. Der evaluative Schlussbericht (2018, 30 Seiten) erklärt das Pilotprojekt sowie dessen Organisationsstruktur und seinen Verlauf. Zudem werden die Projektergebnisse im Kontext des Schweizer Gesundheitssystems interpretiert, weshalb der Bericht sowohl für die praktische Projekt- und Pflegepraxis als auch für die gesellschaftspolitische Diskussion erhellende Erkenntnisse bringt.

Förderprojekte

Lückenlose Versorgungskette – Spitex, Tagesheim und Wohnungen in Langenthal

Ein Spitex-Zentrum, ein Tageszentrum und eine betreute Wohnung für temporäre Aufenthalte bilden eine lückenlose Versorgungskette. Dieses Dienstleistungsmodell hat die Spitex Oberaargau AG gemeinsam mit dem Tageszentrum TABEO und der neu gegründeten SpiTaWo AG in ihrem neuen Dienstleistungsgebäude in Langenthal aufgebaut. Der Empfang und das Sekretariat dienen den drei Organisationen als Triage-Stelle. Das Angebot soll mit seinen fliessenden Übergängen verhindern, dass Pflege- und Betreuungssituationen eskalieren. Der Schlussbericht (2018, 19 Seiten) beschreibt die Planung sowie die Umsetzung der neuen zentralisierten Versorgungsangebote und zieht ein Fazit nach den ersten 16 Betriebsmonaten. Wo die Herausforderungen in der Organisationsstruktur und im koordinierten Betrieb der Angebote liegen, wird dabei klar aufgezeigt.

Förderprojekte

Vom Hotel zum betreuten Wohnzentrum – Wohnresidenz Sankt Jakob

Die Umnutzung eines Apartmenthotels zu günstigem Wohnraum mit Service für ältere Einheimische fand im Walliser Bergdorf Grächen viel Unterstützung durch Ehrenamtliche und Gönner. Die Wohnungsnachfrage war in der ersten Betriebsphase moderat und man nutzte die ersten Erfahrungen für konzeptionelle und bauliche Anpassungen. Die Autonomie und die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner stehen im Vordergrund des Wohnangebots. Wenn nötig, finden sie Hilfe bei der Ansprechperson vor Ort. Zu deren Hauptaufgaben gehören die Vermittlung und die Koordination von Spitex-Dienstleistungen, Notruftelefon- und Pikettdiensten. Der Schlussbericht (2018, 13 Seiten) beschreibt die Erfahrungen aus der ersten Betriebsphase und fasst die Erkenntnisse zusammen, die für ähnlich gelagerte Projekte relevant sind. Dazu gehören unter anderem Hinweise zu den Chancen und Grenzen von Ehrenamtlichkeit sowie Erfahrungen bezüglich Personalressourcen und Arbeitsbelastung für Betriebs- und Betreuungsleistungen.

Förderprojekte

Vermittlung von Unterstützung und Kontakten im Quartier – Vicino Luzern

Der Aufbau eines sozialen Netzwerks, das alten Menschen den Zugang zu Unterstützung ermöglicht und erleichtert. Dieses Ziel verfolgte das Pilotprojekt Vicino Luzern, das die Allgemeine Baugenossenschaft Luzern zusammen mit der Spitex Stadt Luzern im Kleinquartier Himmelrich durchführte: Die Geschäftsstelle von Vicino Luzern baut den Kontakt zu den älteren Menschen aus der Mehrgenerationensiedlung Himmelrich 3 und dem umliegenden Quartier auf. Bei Bedarf organisiert sie informelle Nachbarschaftshilfe oder vermittelt professionelle Angebote von Drittorganisationen. Vicino Luzern ist als Verein organisiert. Die Vereins- und Vorstandsmitglieder gehören den im Quartier präsenten alters- und gesundheitsnahen Organisationen an. Das Pilotprojekt wurde dokumentarisch begleitet. Der Bericht (2018, 56 Seiten) beschreibt das Modell, den Organisationsaufbau und die erste Betriebsphase (2014 bis 2017). Darin finden sich Erkenntnisse über den Aufbau von Netzwerken, über das Erreichen von Zielgruppen und über die Etablierung von Angeboten. Zudem werden die Prozessdynamik und der Umgang mit Veränderungen in einem stark kooperativ ausgerichteten Projektumfeld thematisiert.

Förderprojekte

Alterswohnungen mit Ansprechperson und Nachbarschaftshilfe – Wohnbaugenossenschaft Littau

Hindernisfreiheit, Grundleistungen, Wahldienstleistungen und die Mieterinnen und Mieter selbst: Das sind die vier Komponenten, auf denen das betreute Wohnen in der Überbauung Neuhushof aufbaut. Die Grunddienstleistungen werden durch eine Betreuungsperson oder den Hauswart erbracht. Die Betreuungsperson informiert und berät Bewohner und vermittelt bei Bedarf Dienstleistungen von Dritten. Auch die Mieterinnen und Mieter selbst können Aufgaben im Haus übernehmen, wobei sie selber entscheiden, wie lange und in welchem Masse sie sich einbringen wollen. Die Wohnbaugenossenschaft Littau strebt eine altersdurchmischte Bewohnerschaft an, weshalb nicht nur Kleinwohnungen, sondern auch Familienwohnungen zu den 26 neuen Wohneinheiten gehören. Zudem ist ein regionaler Spitex-Stützpunkt in einem der beiden Häuser eingemietet. Der abschliessende Bericht (2018, 24 Seiten) beschreibt das Projekt, seinen Verlauf und die erste Betriebszeit. Insbesondere werden auch das Dienstleistungskonzept und die Rolle der Betreuungsperson detailliert dargestellt.

Förderprojekte

MONA – Mobiles Analysetool für Wohnungsanpassungen im Bestand, Zürich

Im eigenen Wohnumfeld Zonen identifizieren, die im Alter zu Problemen führen können, und Lösungen für eine altersgerechte Anpassung finden. Das macht das mobile Analysetool MONA möglich. Es richtet sich an Personen, die ihre Wohnsituation oder die ihrer Angehörigen im Hinblick aufs Alter überprüfen und anpassen wollen. Auch Bauherrschaften, Eigentümer, Mieter gehören zum Nutzerkreis. Das Tool verknüpft interdisziplinäres Wissen über die Alterskompatibilität von Immobilien und macht es spielerisch zugänglich: Die Nutzer begehen eine virtuelle Wohnung und erkennen so, welche Orte zu Problemzonen werden können. Neben Lösungsansätzen und Tipps gibt die Applikation auch Kontaktdaten und Produkthinweise an.
Der Erfahrungsbericht des Projektverantwortlichen (2018, 30 Seiten) reflektiert praxisnah die wichtigsten Schritte im Entwicklungsprozess. Besprochen werden Konzeption, Programmierung und Design sowie Testphase und Marketing. Die Erkenntnisse des Autors sind hilfreich für alle, die sich mit Applikationsentwicklungen beschäftigen – nicht nur im Bereich Wohnen im Alter.

Förderprojekte

Miteinander wohnen im Gemeinschaftshof Niederweningen

Der Gemeinschaftshof Niederweningen bietet Wohnraum für Personen über sechzig, die in einer persönlichen Wohnung und gleichzeitig auch in einer grösseren Gemeinschaft leben wollen, an der sie sich aktiv beteiligen. Der Hof umfasst fünfzehn Wohnungen (1.5 bis 3.5 Zimmer). Im Gemeinschaftsteil findet man ein Bistro mit Küche und Gartensitzplatz, zwei Werkräume sowie ein Gästezimmer. Wer im Gemeinschaftshof wohnt, findet stets Kontakt zu Menschen im Dorf, denn der Gemeinschaftsraum hat sich rasch als Treffpunkt für die Gemeinde und alle Generationen etabliert. Die bemerkenswerte Zusammenarbeit zwischen den Projektinitianten und der Gemeinde hat in Niederweningen ein Projekt ermöglicht, das auf verschiedenen Ebenen Mehrwert geschaffen hat. Sie wird im Abschlussbericht (2018, 24 Seiten) beschrieben. Dieser dokumentiert die Entstehungsgeschichte des Projekts und die Organisationsstrukturen des Wohn- und Partizipationsangebots. Zudem bieten die Erfahrungen aus den ersten zwei Betriebsjahren, insbesondere zum Thema Partizipation, interessante Einblicke.

Förderprojekte

«flott!» – intergenerationelle Online-Plattform für Mini-Jobs

Die Internetplattform flott.ch vermittelt älteren Menschen junge Helfer für kleinere und grössere Aufträge. Der Vermittlungsprozess von gelegentlicher, aber praktischer Unterstützung im Alltag sollte dabei nicht schwieriger sein, als schnell beim Nachbarn zu klingeln, so der Anspruch der Plattformbetreiber. Auf der Dienstleistungsplattform flott.ch (alternativ per Call-Center) kann man seine Aufträge direkt aufgeben und seine Preisvorstellungen definieren. Die Mobile App speist die Anfrage in ein grosses Netzwerk von jungen Leuten ein, welche sich die App über App Store oder Google Play heruntergeladen haben und nicht älter als 25 Jahre sein dürfen. Der Erfahrungsbericht der Projektverantwortlichen (2018, 25 Seiten) beschreibt das Konzept und den Projektverlauf von flott.ch. Für Projekte, die sich mit intergenerationeller Vernetzung beschäftigen, ist dieser besonders aufschlussreich.

Geschäftsstelle

Förderanträge: Eingabetermine 2018

Anträge für Förderbeiträge müssen bis 18. Juli 2018 auf der Geschäftsstelle eintreffen. Die Eingabe eines Gesuchs erfolgt mit dem Antragsformular für Förderbeiträge. Vor einer Antragsstellung empfehlen wir, die Grundsätze zum Fördern zu lesen und mit der Bereichsleiterin für Förderprojekte ein telefonisches Vorgespräch zu führen: Karin Weiss, 044 455 70 64.

Age-Stiftung
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