oHealth – olfaktorische Wahrnehmungen für das Wohlbefinden

I-2020-056 / Bewilligungsjahr: 2020

Gerüche sind ein wichtiger Teil unserer Wahrnehmung und beeinflussen das Wohlbefinden. An Orten, wo Pflege stattfindet, sind Gerüche ein präsentes Thema. Demgegenüber findet eine vertiefte Auseinandersetzung damit nur selten statt. Das Projekt oHealth will für das Thema sensibilisieren und Interventionsansätze entwickeln und evaluieren.

Projektbeschrieb

Gerüche und die dadurch ausgelösten emotionalen Empfindungen können sehr intimer Natur sein, was die Kommunikation darüber herausfordernd macht. Im Kontext von Alters- und Pflegezentren ist das Thema bekannt, jedoch selten Gegenstand ernsthafter Diskussionen oder wissenschaftlicher Forschung. Dieser Umstand steht im Kontrast zur Bedeutung der geruchssinnlichen Dimension für unser Wohlbefinden und Zusammenleben. Das Projekt oHealth nimmt sich der olfaktorischen Dimension im Wohnumfeld von Alters- und Pflegeheimen an und will einen Beitrag zum Wohlbefinden von Bewohnenden, Mitarbeitenden und Besuchenden leisten.

Dabei verfolgt das Projekt drei Hauptziele. Erstens soll Wissen über die Bedeutung von Gerüchen auf das subjektive Wohlbefinden vermittelt werden. Zweitens nimmt man sich der Aufgabe an, niederschwellige Interventionen im Umgang mit olfaktorischen Wahrnehmungen in Heimen zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Die dritte Zielsetzung besteht darin, die so gewonnenen Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Interventionen an interessierte Alters- und Pflegeeinrichtungen und Fachkreise weiterzuvermitteln. So werden Informationen und Projektresultate unter anderem filmisch aufbereitet. Alle Materialien sollen zentral auf der Projektwebsite interessierten Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Der Newsletter und die Social-Media-Kanäle der Age-Stiftung werden jeweils auf die entsprechenden Kommunikationsaktivitäten hinweisen.

Das zweijährige Forschungsprojekt oHealth wurde im Rahmen des Nachwuchsförderungspreises der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK für junge Forschende entwickelt und aufgebaut. Umgesetzt wird es in Zusammenarbeit mit drei Pilot-Trägerorganisationen: dem Alterszentrum Haus Tabea (Horgen), dem Alterszentrum Tertianum Letzipark (Zürich) sowie den Gesundheitszentren für das Alter in der Stadt Zürich.

Eckdaten

Trägerschaft

Zürcher Hochschule der Künste

Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96

P.O. Box, CH-8031 Zürich

ProjektleitungStefan Zahler, Priscille Jotzu
PartnerorganisationenAlterszentrum Haus Tabea, Pflegezentren der Stadt Zürich, Tertianum Letzipark, GoodAir AG
Externe Berater

Julia Conrad-Wassmer (Sanatorium Kilchberg)
Dr. Sandra Oppikofer (Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich)
Marcel Hetzel (GoodAir)
Prof. Kurt Hildebrand (Hochschule Luzern Technik & Architektur)

Gesamtprojektkosten CHF 240'000
Beitrag der Age-StiftungCHF 120'000
Projektdokumentationerscheint ca. 2024

Kommentar der Age-Stiftung

Kommentar zur Bewilligung 2020

Dass die Fachrichtungen «Trends & Identity» und «Industrial Design» des Departements Design der ZHdK das Thema «Geruchslandschaften und Befindlichkeiten in stationären Einrichtungen» unter die Lupe nehmen, ist begrüssenswert. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher gehen das Thema mit einem integrierten Designverständnis an. So werden Fragen des gesellschaftlichen Wandels und der Zukunft der Pflege ebenso berücksichtigt wie Fragen bezüglich der Überführung neuer Materialien und Technologien in die Strukturen und Prozesse von Pflegebetrieben. Wichtig ist, dass die gewonnenen Erkenntnisse im Gesundheits- und Pflegesektor wahrgenommen werden. Dafür sind vielfältige Kommunikationsmassnahmen geplant. 

Bilder

Materialien zum Projekt

Profil

Matrix: ZHdk oHealth, I-2020-056, ZH

ZHdk oHealthI-2020-056
Vorsorge (Sicherheit)Wohntypus (Autonomie)
Pflege
Hilfe & Betreuung
Soziale Einbindung
Wohnung
PrivatOrganisiertInstitutionell

Schwerpunkte

Stationäres Wohnen
Heim  · Altersheim  · Pflegeheim  · Alters- und Pflegeheim   · APH  · Reha  · Rehabilitation  · Übergangspflege  ·

Kontakt

28.12.2020