Lutertalpark – Alterswohnprojekt der Gemeinde Bolligen

Die Gemeinde Bolligen initiierte in guter Zentrumslage den Bau neuer Wohnungen für ältere Menschen, damit diese im angestammten Umfeld wohnen und aktiv bleiben können. Erstellt wurden 41 Wohnungen und mehrere gemeinschaftlich genutzte Räume. Für die Nutzung von Dienstleistungen wurde die notwendige Infrastruktur in der Planung berücksichtigt.

Projektbeschrieb

Für die Planung und Umsetzung des Bauprojekts Lutertalpark Bolligen wurde eine Genossenschaft mit gemeinnützigem Zweck gegründet. Geplant war die Schaffung von altersgerechten Mietwohnungen im Segment von 2½ bis 4½ Zimmern, ein Dienstleistungsangebot sowie eine Kontaktstelle für die Mieter. Die Ausarbeitung von Projekt und Kostenvoranschlag wurde durch die Gemeinde vorfinanziert. Die Siedlung wurde am 1. Juli 2015 eröffnet. 

Die Siedlung Lutertalpark umfasst zwei Baukörper mit insgesamt 41 Wohnungen: vier 4½-Zimmerwohnungen, 18 3½-Zimmerwohnungen, 17 2½-Zimmerwohnungen und zwei 1-Zimmerstudios. Dazu wurden 15 Einstellhallenplätze integriert. Zu den gemeinnützigen Räumlichkeiten gehören ein grosszügiger Gemeinschaftsraum mit Küche und Lagerraum, ein Fitnessraum, eine Lounge mit Bibliothek, ein hindernisfreier Toilettenraum, sowie im Aussenbereich ein Pétangue-Platz. In einem der beiden Gebäude befinden sich zwei Ateliers. Das eine steht der Genossenschaft zur Verfügung. Dort soll bei Bedarf ein Siedlungsbüro eingerichtet werden. Das andere ist als Werkraum für die Mieterschaft eingerichtet. 

Derzeit findet wöchentlich im Gemeinschaftsraum ein Mittagstisch statt. Die vom Caterer gelieferten Malzeiten können aber auch in der Wohnung eingenommen werden. Der Mahlzeitenservice wird mit den Teilnehmenden direkt abgerechnet. Weitere Dienstleistungen sind von örtlichen Anbietern zu beziehen. Die Genossenschaft gibt den Bewohnern dazu entsprechende Empfehlungen ab. Eine Kooperation mit der Spitex-Organisation Bolligen für ein fixes Dienstleistungsangebot wurde nicht realisiert. Alle Wohnungen sind jedoch für den Anschluss eines Notrufsystems eingerichtet. 

Die Verwaltung der Siedlung wird durch einen professionellen Liegenschaftsdienst besorgt. Dies stellt auch den Hauswart. Für die Betreuung und die Moderation der Siedlung ist eine von den Bewohnern eingesetzte Mieterkommission zuständig. Zu dieser Kommission gehört auch ein Mitglied des Genossenschaftsvorstandes, das selbst im Lutertalpark wohnt. Diese Person dient als Schnittstelle zwischen Bewohnerschaft und Genossenschaftsvorstand. 

Das Förderprojekt wurde mit 2017 mit einem Erfahrungsbericht (23 Seiten) abgeschlossen. Der Vorstand der Genossenschaft Lutertalpark beschreibt darin die Ausgangslage, Architektur, Finanzierung und Realisierungsgeschichte des gemeindeinitiierten Bauvorhabens. Die Projektverantwortlichen erklären das Betriebsmodell und machen sich Gedanken zum herausfordernden Vermietungsprozess. 

Dokumentation

Dokumentation 2017

Erfahrungsbericht (2017)

Eckdaten

  • Trägerschaft

    Genossenschaft Lutertalpark Bolligen

  • Projektleitung

    Vorstand Genossenschaft Lutertalpark Bolligen

  • Projektlaufzeit

    2013–2017

  • Gesamtprojektkosten

    CHF 18.8 Mio.

  • Beitrag der Age-Stiftung

    CHF 300’000