Public Affairs

Age-Dossier 2026

«Zwischendrin» – wie verletzliche Menschen altern

Für verletzliche Menschen – etwa mit Behinderung, Demenz, Suchterkrankung oder Migrationserfahrung – ist das Älterwerden oft besonders herausfordernd. Das Age-Dossier 2026 zeigt, wie sich Betroffene in einem «Zwischendrin» erleben und welche Lösungen Fachpersonen empfehlen.

Was bedeutet Verletzlichkeit?

Verletzlichkeit kann uns alle treffen – lebenslang, wie bei Geburtsgebrechen, oder plötzlich durch eine schwere Lebenszäsur. Solche Erfahrungen machen vulnerabel, erhöhen damit das Risiko für Überforderungen in schwierigen Lebenssituationen und prägen das Leben betroffener Menschen sehr.

Dabei geht es bei Vulnerabilität nicht nur um persönliche Stärken oder Schwächen. Entscheidend ist auch das Umfeld: vorhandene Angebote, Ressourcen, Belastungen und Hindernisse. Deshalb unterscheiden wir vier Dimensionen von Vulnerabilität, die häufig miteinander verflochten sind:

Wie stark sich diese Dimensionen im Alter auswirken können, zeigen die Lebensgeschichten im Age-Dossier 2026. Die Porträts spiegeln alle vier Formen von Vulnerabilität wider – Behinderung und Krankheit, soziale Isolation, knappe finanzielle Mittel und Migrationserfahrung – und machen sichtbar, wie das Älterwerden weitere Dimensionen von Verletzlichkeit schaffen und bestehende verstärken kann.

Inhalte

Das Age-Dossier 2026 verbindet Lebensgeschichten mit Fachwissen: Es zeigt, wie verletzliche Menschen das Älterwerden erleben – und lässt Fachpersonen aus Praxis, Politik und Inklusion darauf reagieren.

Lebensgeschichten

Fünf Menschen – mit Behinderung, Sucht, Demenz oder Migrationserfahrung – und ihre Angehörigen erzählen, wie sie das Älterwerden erleben. Oft bewegen sie sich im «Zwischendrin»: Es fehlen Angebote zwischen möglichst viel Selbstständigkeit und intensiver Betreuung.

Fachperspektiven

Saphir Ben Dakon (Inklusions- und Kommunikationsexpertin), Claudio Della Giacoma (Direktor der Städtischen Gesundheitsdienste Zürich) und Daniel Rüetschi (Gemeinderat Suhr, AG) diskutieren im Magazin, wie verletzliche Menschen im Alter besser unterstützt werden können. 

Gisella Dufey Hinch (Vizepräsidentin, Nationales Forum Alter und Migration) erklärt im Online-Interview, was es für mehr Selbstbestimmung bei älteren Menschen mit Migrationserfahrung braucht.


Weitere Einblicke

Ergänzt wird das Magazin als PDF/Print durch weitere Einblicke hier auf der Webseite sowie durch unsere Medienmitteilung:

«Ich kam nicht mehr zurecht mit mir»

Christine Pfister lebt in einer offenen Wohngemeinschaft für suchtkranke Menschen. Ein Leben ohne ihre Mutter kann sie sich nicht vorstellen.

Zum Webporträt

«Das Schreiben hat mir das Leben zurückgegeben»

Als sie stark sehbehindert wird, verliert María-Rosa Navarro ihren Job und ihre Selbstständigkeit. Seither hat sich die Spanierin Schritt für Schritt ein neues Leben aufgebaut.

Zur multimedialen Reportage

Alter, Migration und blinde Flecken

Im Interview erklärt Gisella Dufey Hinch, Vizepräsidentin des Nationalen Forums Alter und Migration, worin die Herausforderungen für ältere Menschen mit Migrationserfahrung bestehen und was es für mehr Selbstbestimmung braucht.

Zum Fachinterview

Medienmitteilung der Age-Stiftung zum Age-Dossier 2026

Für vulnerable Personen ist das Älterwerden oft besonders herausfordernd. Vielfach fehlen tragende Angebote, die ein «Dazwischen» ermöglichen – einen Alltag zwischen Selbstständigkeit und umfassender Betreuung.

Zur Medienmitteilung